Hinweise zur Präanalytik

1. Material zur Probenentnahme/Probentransport

Entsprechendes Material für Probenentnahme und Probentransport (z.B. Serum-, EDTA-, Heparinröhrchen, Gewebetüten) werden vom Labor zur Verfügung gestellt. Bitte verwenden Sie die Materialanforderungskarten. Für den Postversand können Sie bei uns spezielle Versandtaschen und von der Post zugelassene Versandröhrchen anfordern (Box in the box). Analysen mit eingeschränkter Stabilität bitte nicht über das Wochenende versenden. Bei vielen Einsendern erfolgt der Probentransport durch einen speziell eingerichteten Fahrdienst, unsere Fahrer verfügen über Transportboxen mit Trockeneis. Damit bleibt die Kühlkette bis zum Eintreffen der Proben in unserem Labor erhalten. Falls Sie zum ersten Mal Proben in unser Labor schicken, erkundigen Sie sich bitte bei unserem Fahrdienst nach den Versandbedingung.

2. Probenkennzeichnung

Jedes Probengefäß muß mit Vor- und Zunamen sowie Geburtsdatum des Patienten gekennzeichnet sein. Bei Stimulations- und Suppressionstests oder Tagesprofilen sollten die Proben zusätzlich so gekennzeichnet sein, daß eine eindeutige Probenidentifikation möglich ist (Uhrzeit, vor/nach Gabe etc.).

Die weitere Ausweisung des Probenmaterials als EDTA-Plasma etc. ist für die Untersuchungszuordnung hilfreich.

3. Gewinnung von Untersuchungsmaterial

Korrekte Abnahmegefäße verwenden. Bei den verwendeten Untersuchungsgefäßen auf Haltbarkeitsdatum achten. Beschriftung vor Blutentnahme. Wenn möglich, dem Patienten seine gefüllten Röhrchen mit seinem Namen zeigen. Blutentnahme nicht mit zu feinen Kanülen; beim Erwachsenen möglichst nicht enger als Nr.12. Bei zu feinen Kanülen und bei zu starkem Ziehen am Stempel kann Hämolyse auftreten. Möglichst standardisierte Blutentnahmezeit einrichten, z. B. 7 bis 9 Uhr (Ausnahmen bei Tagesprofilen etc.).

Medikamente in der Regel erst nach der Blutentnahme einnehmen (Ausnahme: Spitzenspiegel).

Keine Proben direktem Sonnenlicht aussetzen! Abbau von z. B. Bilirubin oder Pyridinolinen.

Venenblutentnahme unter Standardbedingungen

  • Blutentnahme soll zwischen 8 und 9 Uhr morgens erfolgen. Der Proband sollte für 12 h nüchtern sein.
  • Eine Umgebungstemperatur von 18 - 30°C ist einzuhalten.
  • Vor der Blutentnahme den Patienten mindestens 10 Minuten liegen lassen.
  • Blutentnahme aus der Vene z.B. Ellenbeuge: Vena basilica, Vena cephalica, Vena mediana antebrachii, Vena cephalica antebrachii; Handrücken: Rete venosum dorsale manus; Leiste: Vena saphena.
  • Keine Entnahme aus liegenden venösen oder arteriellen Zugängen. Falls nicht möglich sollte mindestens das 10fache des Totvolumen des Katheters vorab entnommen und  verworfen werden.
  • Blutentnahme am Arm: Faust nicht ballen bzw. öffnen und schließen ("Pumpen").
  • Auswahl einer gut gefüllten Vene.
  • Desinfektion der möglichen Punktionsstelle mit zugelassenen Desinfektionsmitteln.
  • Zur Bestimmung des Blutethanol keine alkoholischen Desinfektionsmittel verwenden.
  • Anlegen der Staubinde; die Staubinde wird handbreit herzwärts der vorgesehenen Einstichstelle angelegt (bei Entnahme am Arm). Puls fühlen, der Puls muß noch tastbar sein (d.h. Stau zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck)
  • Zum Einstechen der Kanüle mind. 1 Minute stauen, Einstich streng intravenös; die Haut wird gegen die Stichrichtung gespannt, die Schliffseite der Kanüle ist nach oben zu richten. Sobald Blut fließt: Stauung lösen, Blut entnehmen.
  • Bei der Entnahme von mehreren Blutproben sollte das Gerinnungsröhrchen NIE am Anfang stehen (Freisetzung von Gewebefaktoren durch Punktion)  Nativröhrchen immer vor Röhrchen mit Additiven (Kontaminationsgefahr).
  • Entnahmereihenfolge bei der Venenblutentnahme
    • Blutkulturen
    • Nativblut (Serum)
    • Citratblut
    • EDTA- / Heparin-Blut
    • Fluoridblut
  • Wurde an einem Arm erfolglos punktiert, sollte der Stauvorgang nicht am selben, sondern am anderen Arm wiederholt werden. Notfalls muß der Stauvorgang distal von der Erstpunktion erfolgen.
  • Sobald das gewünschte Blutvolumen erreicht ist, Tupfer unmittelbar oberhalb der Einstichstelle auf die Vene auflegen, die Kanüle rasch zurückziehen und Tupfer andrücken.
  • Blutentnahmeröhrchen mit Antikoagulatienzusatz müssen sofort mehrmals Überkopf gemischt werden. Nicht schütteln !

Serum:

Vollblut ohne Zusätze entnehmen, mindestens 20 Min. (höchstens 1 Std.) durchgerinnen lassen, zentrifugieren (ca. 10 Min. bei 2000 g, Gelröhrchen bei 2500 g), Überstand (Serum) in unsere Probenröhrchen überführen und entsprechend der Vorschriften des jeweiligen Testparameters lagern.

Plasma (EDTA-Plasma/Heparinplasma):

Vollblut in entsprechende Röhrchen (EDTA/Heparin) geben durchmischen, sofort zentrifugieren (ca. 10 Min. bei 2500 g), Überstand (Plasma) abheben, in unsere Probenröhrchen überführen und entsprechend der Vorschrift des jeweiligen Testparameters lagern.

Plasmagewinnung für Gerinnungsanalysen

Möglichst unmittelbar, spätestens aber 1 Stunde nach Entnahme, ist das Citratblut in einem verschlossenen Zentrifugenröhrchen aus Kunststoff bei mindestens 1800 g 10 min. zentrifugieren.

Das Citratplasma wird unter strenger Schonung des "Buffy coat" [Leukozytenschicht zwischen Plasma und Erythrozyten] abpipettiert und in ein weiteres nicht zu großes Zentrifugenröhrchen aus Kunststoff überführt und ggfls. verschlossen bei -18 oC bis -20 oC aufbewahrt.

Bei Entnahme der zu analysierenden Probe aus einem Primärgefäß muß sichergestellt sein, daß die Entnahme aus dem mittleren Bereich der Plasmaschicht erfolgt (genügend Abstand zum Buffy coat und zur Oberfläche!).

Die Untersuchung der Probe ist innerhalb von 4 Stunden nach der Blutentnahme vorzunehmen, sofern nicht für bestimmte Bestandteile und Methoden kürzere (z.B. Faktor VIII) oder längere (z.B. Antithrombin III-Aktivität) Haltbarkeitsgrenzen bestehen.

Wenn die Aktivität eines Parameters durch Einfrieren der Probe nicht verändert wird und eine Bestimmung innerhalb der vorgeschriebenen Zeit nach der Blutentnahme nicht durchgeführt werden kann, wird die Probe in einem verschlossenen Sekundärröhrchen aus Kunststoff unmittelbar nach der ersten Zentrifugation nochmals unter den gleichen Bedingungen zentrifugiert. Die Probe wird unter sorgfältiger Trennung vom Sediment in ein für Tieftemperaturen geeignetes Kunststoffröhrchen überführt, verschlossen und sofort bei mindestens -18 oC tiefgefroren. Die Probe sollte, wenn möglich, bei mindestens -70 oC aufbewahrt werden.

Literatur: Witt I, Beeser H, Müller-Berghaus G. Minimalanforderungen zur Gewinnung von Citratplasma für hämostaseologische Analysen. Lab Med 1995; 19: 143-5

24 Std. Sammelurin, ohne Zusätze:

Beginn der Sammelperiode 7 Uhr morgens; der erste Morgenurin wird verworfen, danach komplette Sammlung aller Urinportionen bis zum nächsten Morgen 7 Uhr, inklusive Morgenurin. Gesamturinmenge gut durchmischen, benötigte Teilurinmenge in Probenröhrchen abfüllen und entsprechend lagern. 24-Std.-Sammelmenge auf Anforderungsschein vermerken.

24 Std. Sammelurin, angesäuert:

Zuerst 10 ml 10% Salzsäure in Sammelbehälter geben. Beginn der Sammelperiode 7 Uhr morgens; der erste Morgenurin wird verworfen, danach komplette Sammlung aller Urinportionen bis zum nächsten Morgen 7 Uhr, inklusive Morgenurin. Gesamturinmenge gut durchmischen, benötigte Teilurinmenge in Probenröhrchen abfüllen und entsprechend der Vorschrift des jeweiligen Testparameters (z. B. tiefgefroren, lichtgeschützt) lagern. 24 Std-Sammelmenge auf Anforderungsschein vermerken.

Analysen, die nur mit Säurezusatz durchgeführt werden können: Weitere Analysen, die aus angesäuertem Urin durchgeführt werden können: Analysen, die nur ohne Säurezusatz durchgeführt werden können:
Oxalat Kreatinin Harnsäure (Urat)
VMS Glukose Urinstatus
Katecholamine Porphobilinogen Urinsediment
5-HIES Delta-Aminolävulinsäure Amylase
  Natrium pH
  Kalium Chlorid
  Harnstoff Osmolalität
    Protein
    Albumin
    Myoglobin
    Porphyrine
    Cortisol
    Aldosteron
    Pyridinoline
    Spurenelemente (im Spez.Gefäss!)

Spezielle Vorschriften zur Urinsammlung

5-Hydroxyindolessigsäure (HIES)

24-Stunden Harnsammlung obligat unter Zusatz von (5-10 mL) Eisessig
Diät:einen Tag vor und während der Harnsammlung ist zu vermeiden: Avocados, Kaffee, Tee, Auberginen, Walnüsse, alkoholische Getränke und Nikotin.
Medikamentöse Störungen: Aspirin, Paracetamol, Benzodiazepine, Ephedrin, ß-Blocker, Phenobarbital, Methamphetamin, Reserpin, Imipramin, Levodopa, Phenothiazine, Promazin, Isoniazid, MAO-Hemmer u.ä. Medikamente.

Katecholamine und Vanillinmandelsäure (VMS)

24-Stunden Urinsammlung obligat unter Zusatz von Säure (10 ml 10 % HCl)

Oxalat

24-Stunden Urinsammlung obligat unter Zusatz von Säure. 24 h vor der Sammelperiode sollte die Einnahme von Ascorbinsäure (Vitamin C) unterbleiben (bei pH > 6 wird Ascorbinsäure zu Oxalat oxidiert).

Diät: Zu vermeiden ist der Genuß von Gurken, Rhabarber, Spargel, Spinat und Tomaten

Spezielle Urinsammelvorschrift zur Bestimmung von β2-Mikroglobulin (β2-MG)

Da β2 -MG in saurem Urin sehr unstabil ist, muss der Urin resp. jede neue Urinportion leicht alkalisiert werden. Dazu wird tropfenweise Natronlauge (1 molar) dem Urin zugefügt und der pH-Wert mit Universalindikator-Papier kontrolliert. Wenn sich das Indikatorpapier grün bis grün/blau verfärbt, ist der gewünschte pH-Wert (zwischen 6 und 8) erreicht.

4. Anforderungsscheine

Der jeder Probe beigefügte Anforderungsschein trägt neben den patientenspezifischen Daten wie Vor- und Zunamen, Geschlecht sowie Geburtsdaten (bei Privatpatienten komplette Adresse) folgende Einsenderangaben:

  • Klinik
  • Station bzw. Abteilung
  • Datum und Uhrzeit der Blutentnahme
  • Unterschrift des Arztes

Anforderungscheine für spezielle Kliniken können unter der Telefonnummer 04321 / 88 04-0 (Firma-ID-Form) bestellt werden. Bei Kassenpatienten bitte Überweisungsschein beilegen.

Weitere stichwortartig gehaltene Angaben zur klinischen Diagnose, Medikation, Durchführung von Funktionstests etc. ermöglichen uns eine korrekte Befundung und Plausibilitätskontrolle.

5. Testdauer (Anhaltswerte)

  • Angegebene Testdauer bis 8 Std.: Befundausgabe erfolgt in der Regel am Tag des Probeneingangs.
    Testdauer 12-24 Std.: Befundausgabe am nächsten Tag
    Testdauer bis 48 Std.: Befundausgabe nach 2 Tagen
    Testdauer bis 72 Std.: Befundausgabe nach 3 Tagen.

6. Ergebnisse/Befundmitteilung

Die Befundmitteilung erfolgt schriftlich, in dringenden Fällen telefonisch, auch an Sonn- und Feiertagen. Änderungen des Probenmaterials und Einführung neuer Analysen werden rechtzeitig bekanntgegeben bzw. bei Neuauflage des Leistungsverzeichnisses aufgenommen.

7. Spezielle Entnahmevorschriften

Blutglukose:

Bei Venenblutentnahme sollte dem Vollblut neben einem Antikoagulanz auch ein Glykolysehemmer (z.B. NaF, Iodacetat oder Maleinimid) zugesetzt werden. (Spezielle Röhrchen)

Ethanol:

NaF-Vollblut im luftdicht verschlossenen Röhrchen. Hautdesinfektion vor der Blutentnahme. keine alkoholhaltige Desinfektionsmittel für Blutalkoholbestimmungen ! Alternativ z.B.: Quecksilber(II)-chlorid (Sublimat) 3,68 mmol/l. (Spezielles Entnahmebesteck)

EGCG (Epigallocatechingallat)

Bitte spezielle Entnahme-/Versandröhrchen anfordern.

β2-Mikroglobulin im Urin:

Zur Stabilisierung der Probe muß der pH-Wert durch Zugabe von NaOH auf 6-8 eingestellt werden.

Sperma

(α-Glucosidase, Carnitin, Citrat, Fructose, saure Phosphatase, Zink), Sperma 1+1 mit physiologischer Kochsalzlösung in Fluoridröhrchen (z.B. Blutglukoseröhrchen, NaF) verdünnen

Malondialdehyd (MDA)

spezielles MDA-Röhrchen anfordern

Spurenelementanalysen

Für die Spurenelementanalysen werden wenn möglich spezielle (gereinigte / deklarierte) Entnahmeröhrchen verwendet (z.B. Becton Dickinson, Sarstedt S-Monovette für die Metallanalytik Lithiumheparinat Best. Nr. 01.1604.400 oder Vacutainer Natriumheparinat Best. Nr. 367735).

Wenn die speziellen Röhrchen nicht verfügbar sollten Nativ- oder Neutral-Röhrchen (d.h. Blutentnahmeröhrchen ohne jeglichen Zusatz – kein Antikoagulans, - kein Gel, - kein Gerinnungaktivator [Granulat]! z.B. Nativ-Vacutainer (roter Stopfen; Neutral-Monovette-Monovette)

Untersuchungen mit molekularbiologischen Methoden

Für virusserologische und molekulargenetische Untersuchungen sollten orginalverschlossene Blutentnahmegefäße eingesandt werden (Vermeidung von Verwechslungen / Kontaminationen). Für molekularbiologische Methoden kein Heparinblut einsenden (mögliche Hemmung der PCR). Besser EDTA- oder Citrat-Vollblut!

Vitamin C

Bitte spezielle Abnahme-/Versandröhrchen anfordern.

Tiefgefroren einzusenden:

Parameter Probenmaterial EDV-Nr.
ACTH EDTA-Plasma 4120
ADH EDTA-Plasma 4250
Adrenalin im Plasma/Urin EDTA-Plasma, Urin 2035, 2037
Aldosteron Serum, Urin 4440, 4441
Aldosteron-18-Glucuronid 24 h Sammelurin 4442
a2-Antiplasmin Citrat-plasma 2108
Ammonika im Plasma EDTA-Plasma 2075
Angiotensin II EDTA-Plasma 4461
Antioxidative Kapazität, totale Serum oder Plasma 2103
APC-Resistenz Citrat-Plasma 7214
Biotin (Vitamin H) Serum 4424
C1-Inaktivator, funktionell Citratplasma 3247
Calcitonin EDTA-Plasma 4350
cAMP im Plasma EDTA-Plasma 4041
cAMP im Urin 24 h Sammelurin 4040
CH-100 (gesamthämolytische Komplementaktivität) Serum 3258
Clostridium diff. Toxin Stuhl 575
Cysteinyldopa im Plasma EDTA-Plasma, Urin 2413
Dehydroascorbinsäure Serum 2952
Dopamin im Plasma EDTA-Plasma  
Dopamin im Urin 24 h Sammelurin 2450
Fibrin-Monomer-Komplex Citrat-Plasma 2585
FK506 (Tacrolimus) EDTA-Vollblut 4561
Folsäure Serum 4430
Gastrin Serum 4390
Gerinnungsfaktoren (II,V,VII,VIII,IX,X,XI,XII,XIII) Citrat-Plasma  
Glucagon** EDTA-Plasma 4490
Heparin (anti-Xa) Citratplasma 2763
Histamin im Plasma Heparinblut, EDTA-Plasma, Urin 2775, 2779, 2778
HIV-1-RNA-Konzentration EDTA-Plasma 15430
Homocystein Serum / Plasma 2783
5-HIES im Urin 24 h Sammelurin 2785
Homovanillinsäure im Urin (HVS) 24 h Sammelurin 2780
IGF-1 Serum 4399
IGF-BP3 Serum 4398
Interleukin 1-b (IL-1-b) Serum 4900
löslicher Interleukin-2-Rezeptor (sIL-2-R) Serum 4901
Interleukin-6 (IL-6) Serum 4902
Insulin Serum 4470
Katecholamine im Plasma EDTA-Plasma 2310
Katecholamin im Urin 24 h Sammelurin 2315
Lupusantikoagulans Citrat-Plasma (plättchenarm*) 3417
Lycopene Serum 2913
Malondialdehyd EDTA-Plasma 2948
Metanephrin im Urin 24 h Sammelurin 2965
Methylmalonsäure Serum oder Heparinplasma 2987
Mycophenolat-Mofetil Serum oder EDTA-Plasma 7033
Neopterin Serum 4338
Noradrenalin im Plasma EDTA-Plasma 7075
Noradrenalin im Urin 24 h Sammelurin 7078
Normetanephrine im Urin 24 h Sammelurin 7080
Osteocalcin Serum 4050
Pankreatisches Polypeptid** EDTA-Plasma 4401
Pantothensäure Serum 7132
Parathormon intakt EDTA-Plasma 4011
Parathormon related Protein EDTA-Plasma 4018
Porphyrine im Urin 24 h Sammelurin 7195
Procalcitonin Serum 4336
Proinsulin Serum 4473
Protein C Aktivität Citrat-Plasma 7215
Protein S Aktivität Citrat-Plasma 7217
PSA-freies Serum 4342
Renin direkt EDTA-Plasma 4050
Rifampicin Serum/Plasma 7238
Serotonin im Plasma/Serum/Urin EDTA-Plasma, Serum, Urin 7283, 4360, 7285
Serinämie-Screening SLO-Syndrom Serum/Plasma 7291
Tartrat-resistente-saure Phosphatase (TRAP) Serum 4066
TNF-a Serum 4903
Unveresterte Fettsäuren (NEFA) Serum 2583
Vanillinmandelsäure 24 h Sammelurin 7365
VIP (Vasoactive intestinal Polypeptide)** EDTA-Plasma 4400
Vitamin A Serum 7375
Vitamin B1 EDTA-Plasma 7380
Vitamin B2 EDTA-Plasma, Serum 7384, 7383
Vitamin B6 EDTA-Plasma 7385
Vitamin C im Urin Urin 7392
Vitamin E Serum 7395
Vitamin K Serum 7397
Von Willebrand Faktor (Ristocetin-Cofaktor-Aktivität) Citrat-Plasma 7255
Von Willebrand Faktor (Konzentration) Citrat-Plasma 7400

* Plättchenarmes Plasma: Citratblut entnehmen, sofort zentrifugieren, Überstand abnehmen, und erneut scharf zentrifugieren. Überstand sofort tieffrieren.

** Das in einem gekühlten Entnahmeröhrchen entnommene EDTA-Vollblut muß sofort weiterverarbeitet werden (Zentrifugation / Abheben des Plasmas). Ansonsten ist zur Stabilisierung der Probe dem Vollblut nach u.a. Vorschrift der Proteasehemmer Aprotinin (Trasylol ®) zuzusetzten. Bitte auf dem Anforderungsschein vermerken, damit der Verdünnungseffekt berücksichtigt werden kann !

Trasylol®-Plasma (Aprotinin = Proteinaseinhibitor)

0,3 ml Trasylol® (ins Röhrchen vorgeben) [= 6000 KIE (Kallikrein Inhibitoreinheiten)] + 2,7 ml EDTA-Vollblut, zentrifugieren, Plasma abpipettieren und tiefgefroren einsenden !

Nicht gekühlt werden sollten:

HLA-A,B,C EDTA-Vollblut
HLA-B27 EDTA-Vollblut
LDH-Isoenzyme Serum
Probenmaterial für Zytogenetik / Chromosomenanalyse / FISH-Diagnostik  

Lichtgeschützt einzusendende Parameter:

Parameter Material EDV-Nr.
Beta-Carotin Serum 2300
Bilirubin Fruchtwasser 2152
Flunitrazepam Serum 2605
Lutein Serum 2987
Neopterin Serum 4338
Porphyrine Urin 7195
Pyridinoline* Urin 40038
Vitamin A Serum 7375
Vitamin B1 EDTA-Vollblut 7380
Vitamin B2 (FAD) EDTA-Vollblut 7384
Vitamin B2 (FAD) Serum 7383
Vitamin B6 EDTA-Plasma 7385
Vitamin B12 Serum 4420
Vitamin C Serum 7390
Vitamin E Serum 7395
Vitamin K Gruppe Serum 7397
Zeaxanthin Serum 7601

*Probe darf nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Blutentnahmesysteme - Farbkodierung

Probenmaterial Vacutainer® / Vacuette® [internationaler Farbcode] Sarstedt Monovette® / Kabevette®
Serum rot (braun) weiß
Serum mit Trennhilfe goldgelb (braun/schwarz) braun
EDTA-Blut Violett rot
Citrat-Blut [1+9, Gerinnung] Hellblau grün
Citrat-Blut [1+4, BSG] Schwarz violett
Heparin-Blut Na-/NH4 Grün blau
Heparin-Blut Li- Orange orange
Fluorid [NaF, evtl + Oxalat] Grau gelb
Jodat Grau -

Antikoagulatiencode nach ISO/DIS 6710

Antikoagulanz Buchstabencode Farbe
Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)1)Dikaliumsalz
Dinatriumsalz
KE
NE
Lila
Lila
Trinatriumcitrat 9 2) NC
4 2) NC
Hellblau
Hellblau
Fluorid/Oxalat FX Grau
Lithiumheparin LH Grün
Natriumheparin NH Grün
Acid.citric./Dextrose ACD Gelb
Kein Zusatz Z Rot
Serumtrennmedium S Rot/Schwarz
Rot/Grau

1) Ethylendinitriltetraessigsäure ist die korrekte Systembezeichnung, Ethylendiamintetraessigsäure ist jedoch als gebräuchlich anerkannt.
2) Die Ziffern kennzeichnen das Verhältnis von Blut zu Gerinnungshemmer.

Literatur:

  • Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie), Bundesgesundheitsbl 2000; 43: 555–589
  • Junge B, Hoffmeister H, Feddersen HM, Röcker Dtsch Med Wschr 1978; 103: 260-5
  • NCCLS – Guidelines, Collection, Transport and Processing of Blood Specimens for Coagulation Testing and General Performance of Coagulation Assays; Approved Guideline – Third Edition, H21-A3; Vol 18 No. 20; 5.2.1 December 1998.
  • NCCLS – Procedures for the Collection of Diagnostic Blood Specimens by Venipuncture Approved Standard – Fourth Edition H3-A4 Vol.18, No.7, June 1998.
  • NCCLS – Urinalysis and Collection, Transportation, and Preservation of Urine Specimens Approved Guideline – Second Edition, GP16-A2 Vol. 21 No 19 2001.
  • Witt I, Beeser H, Müller-Berghaus G. Minimalanforderungen zur Gewinnung von Citratplasma für hämostaseologische Analysen Lab Med 1995; 19: 143-5
  • ADR Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (L'Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par route).
  • GGVS Gefahrgutverordnung Straße
  • Regelungen für die Beförderung von ansteckungsgefährlichen Stoffen BRIEF NATIONAL Deutsche Post AG 24.9.2003